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Krebserkrankungen

Blutkrebs und Leukämie

Ungefähr 20% aller Neoplasien betreffen das Blut-, Knochenmark- und lymphatische System und werden unter malignen Hämopathien oder auch hämatologischen Tumoren zusammengefasst. Sie werden abgegrenzt gegenüber den soliden Tumoren. Diese hämatologischen Erkrankungen entstammen entweder der myeloischen oder der lymphatischen Blutzelllinie. Da das Blutsystem eng miteinander verknüpft ist, kann es durchaus auch Mischformen von Erkrankungen geben, welche Anteile beider Linien aufweisen.
In der Labordiagnostik hämatologischer Erkrankungen haben neben der Immunphänotypisierung besonders auch genetische Analysen an Bedeutung gewonnen. Für gewisse Leukämien ist die Genetik nach Vorgaben der WHO sogar Voraussetzung für die Diagnosestellung. Art und Anzahl der genomischen Veränderungen in neoplastischen Zellen können die Medikation beeinflussen. Zudem ermöglicht der Einsatz genetischer Methoden während der Therapie die Verfolgung von Tumormarkern, so dass eine Aussage über das Ansprechen auf die verabreichten Medikamenten gemacht werden kann. Genetische Analysen zu verschiedenen Zeitpunkten einer Erkrankung können zu erfolgreichen krankheitsspezifischen und individuellen Therapien beitragen, wie das Beispiel der chronischen myeloischen Leukämie zeigt.

Leistungsspektrum

Wir führen an Zellen des Knochenmarks und des peripheren Blutes die konventionelle Chromosomenanalyse durch. Ergänzend bieten wir FISH-Analysen sowie molekulargenetische Untersuchungen an. Zur Qualitätssicherung der Leukämiediagnostik nimmt das Labor an entsprechenden Ringversuchen teil.

Folgende Fragestellungen werden bearbeitet:

  • Initialdiagnostik (Sicherung der Diagnose und prognostische Bedeutung)
  • Verlaufskontrolle (Nachweis von residualen Erkrankungen)
  • Geschlechtsdifferenzierung nach Stammzell- oder Knochenmarktransplantation
  • Erfassung von Rezidiven